03 / 2012 / KALDEWEI

6 Mrz
2012

Kaldewei Cleopatra

Pionier und Stilikone

Sechs renommierte Gestaltungsunternehmen entwerfen für Kaldewei Bäder der Zukunft – inspiriert von Pionieren der Vergangenheit. Von Cleopatra bis John Lennon:

Kaum ein Raum hat in den letzten Jahren einen solchen Bedeutungswechsel erfahren wie das Bad: vom banalen Ort der Hygiene zum Wohlfühlbad, das Körper und Seele gleichermaßen pflegt. Das Bad hat seine rein technische Funktionalität verlassen und ist mittlerweile zu einem Ort der Ich-Findung und Selbstinszenierung avanciert.

Kaldewei als „Stilikone“ mit seinen hochwertigen Produkten beschäftigt sich als der „Pionier“ der Badkultur mit der Zukunft des Bades. Im Kreativprojekt „Pionierbäder“ schöpfen Kaldewei und der Deutsche Designer Club (DDC) Ideen für das Bad von morgen aus Geschichte, Kunst und Historie.

Ich-Bezug und Außenwirkung

Das Bad als Ort für abgeschiedenes Nachdenken (Einstein), als Platz der Geborgenheit, der zugleich persönliche Eitelkeit zulässt (Charlie Chaplin), oder als magischer Raum, in dem Wünsche wahr werden (J. K. Rowling). Das Bad als Bühne und Inszenierung, sich mitzuteilen (Evita), oder auch als glamouröser und geschützter Ort des Hofhaltens (Cleopatra). Das Bad kann schließlich auch Ausgangspunkt für vielfältige Botschaften über eine Haltung zur Welt sein (John Lennon, Yoko Ono) – frei nach dem Motto „The bath is the message“.

Mit dem Projekt „Pionierbäder“ beweist Kaldewei einmal mehr, wie eng Badkultur, Design und Kunst mit einander verknüpft sind.

Quelle: Franz Kaldewei GmbH & Co. KG.

Websites: www.ddc.de / www.kaldewei.de

Bad-Vision für Evita Perón
Kaldewei Evita Peron
Designer: Designbüro think moto, Berlin

Zeig mir dein Bad und ich sage dir, wer du bist. Das Bad inszeniert den Besitzer, mehr noch: Es dient auch als Bühne für Kommunikation und Mitteilungen an die Welt. Nur konsequent, dass die Designer das Evita-Bad wie einen Tanzsaal mit Requisiten anlegen, bereit für den großen Auftritt. Durch Fenster öffnet sich das Bad dem öffentlichen Raum: Bühne frei!

Bad-Vision für Charlie Chaplin
Kaldewei Chaplin
Designer: Planungsbüro i21 Rüdesheim & Lichtlabor

Ein Bad der Geborgenheit für den Rastlosen, den Getriebenen, Träumen und Entspannen unter einer Kuppel, die auch dem schönen Schein Raum gibt. Prägend in der Badvision ist die Form der chaplinschen Melone als überdimensionierter, runder Pavillon und Verweis auf die Eitelkeit des Besitzers. Die chrombedampfte Innenfläche verfremdet die Realität, im Raum rauscht ein Dusch-Wasserfall aus der Deckenmitte.

Bad-Vision für Pionier Cleopatra
Kaldewei Cleopatra
Designer: Ippolito Fleitz Group aus Stuttgart

Auch eine legendäre Königin, deren Schönheit Feldherren eroberte, braucht Momente der Ruhe und Refugien. Cleopatra, die im Luxus schwelgte und in Eselsmilch gebadet haben soll – wie sähe ihr Bad heute aus?

Wie ein Thron, unnahbar für Fremde, abgeschlossen für Intimität in der Form einer überdimensionalen Muschel.

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