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08 / 2012 / BEKANNTE DESIGNER

24 Aug
2012

Bekannte Designer

Die skandinavische Konstante – „Von selbst aufbereitet“

Alvar Aalto – eigentlich ein Stadtplaner, aber entwarf auch Vasen, (biegsame) Möbel, Textilien und Lampen. Mitbegründer der finnischen Firma Artek in 1933. Wetteiferte mit Le Corbusier. Starb 1976.

Ritva Puotila – machte bereits 1960 in Mailand Furore mit ihren Teppichen aus Papiergarn. Gründete mit ihrem Sohn die Firma Woodnotes, Helsinki in 1987.

Gunnar Asplund – Bauplaner, aber auch neoklassische Möbel mit ägyptischen Einschlag. Oberste Divise: Meine Möbel müssen auch funktionieren. Starb 1940, heutzutage als Firma Asplund (Stockholm) die selten ihre Kollektionen ändern.

Thomas Sandell – Wohl das Multitalent. Was hat er noch nicht gemacht, aber alles immer zeitlos und schlicht. Waschbecken für die italienische Firma Rapsel. In Schweden für Asplund und Offecct. Aber auch für IKEA.

Fredrik Mattson – eigentlich Jungdesigner der aber binnen weniger Jahre 15 produktfähige Produkte auf Markt bringen konnte. U.a. einen Kleinkindersitz für Brio, Schweden.

Stefan Borselius – Ehemaliger Partner von Mattson, der früher etwas von Josef Frank bzw. Svenskt Tenn beeinflusst wurde, bevor er 2002 sein eigenes Designbüro in Stockholm gründete. Sehr farbenfrohe Interieurs.

Hans J. Wegner – „Ein Stuhl ist erst ein Stuhl, wenn man drauf sitzt“. Lernte erst Tischler und entwarf so an die 500 Modelle, wovon ungefähr noch 80 noch immer in Produktion sind. Die meisten bei Carl Hansen aus Dänemark.

Arne Jacobsen – Der Mann mit der Pfeife… 122 Produkte von 6 Herstellern, meist im Accessoire-Bereich. Auch das SAS-Hotel in Kopenhagen wurde von ihm entworfen und eingerichtet. Der „Schwan“ von Fritz Hansen ist sicher sein meist bekanntestes Design. Er starb 1971.

Jacob Jacobsen – Seine Bürotischlampe „Luxu“ (von 1937!) verkaufte sich bereits 25 Mio. mal. Oft kopiert und nie erreicht, d.h. einen realen Hersteller findet man sicher nicht mehr in Dänemark. Das hat die Firma BestLite aus Kopenhagen nun mit besseren Modellen in die Hand genommen.

Boris Berlin – Däne! Versucht immer wieder Sitzmöbel mit neuen Materialien zu entwerfen. Beispiel: der „Gubi-Chair“, der auch im MOMA, N.Y. steht.

Peter Opsvik – Auch in Norwegen versteht man was vom Sitzen, speziell ergonomisches Sitzen. Für Kinder gibt es den „Tripp Trapp“, der nun schon über 2 Mio. mal verkauft wurde. Arbeitet für Stokke, Variér und HAG.

Was vergessen? Ja, Island. Die haben tollen Schmuck.

Text: Wolfgang G. Külper

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