04 / 2013 / THE THIEF

3 Mai
2013

The Thief Hotel Oslo The Thief Hotel Oslo | Exterior

DIEBISCHE FREUDEN IN OSLO

Die Norweger sind ja angeblich die glücklichsten Menschen und haben eine der niedrigsten Kriminalraten dieser Welt.
Aber warum nennt man ein Hotel „The Thief“? Weil es auf der Diebes-Insel (Tjuvholmen) steht, wo sich die Räuber und Ganoven im 18. Jahrhundert mehr oder weniger versteckt hielten. Aber heutzutage ist jene Insel (mit eigenen Strand) eine gute Adresse; denn in der Nachbarschaft dieses noch recht neuen Sternehotels steht das Museum für moderne Kunst was der Architekt Renzo Piano entworfen hat. Der Eigentümer des „The Thief’s Petter A. Stordalen ist übrigens ein privater Unterstützer und so verwundert es nicht, wenn viele Werke von dort an die Hotelgalerie ausgeliehen werden, um die ständige Ausstellung immer spannend zu halten.  Aber auch in jedem der 119 Zimmer findet man Unikate wieder und wem das nicht genug ist schaltet den Fernseher ein und zeigt auf dem hauseigenen Kanal „Art on Demand“ wo es in der Stadt und am Oslo Fjord noch mehr zu sehen ist.

„The Thief“ ist wohl mit Abstand das teuerste Hotel in Skandinavien. Die Renovierung hat schon recht lang gedauert, aber dafür kann der Gast unter den besten Daunenbetten und auf Hilding-Matratzen schlafen, unter Regenbrausen duschen und in tollen Sesseln von Antonio Citterio sitzen. Letztendlich sind es immer die kleinen Einzelheiten, die eine Bleibe angenehm machen. Und davon hat dieses Hotel so einiges. Als Ganzes sind die Zimmer aus einem Mix zwischen Klassik und Moderne eingerichtet. Natürlich dürfen dabei auch norwegische Möbel und Accessoires nicht fehlen, damit die Verbundenheit zu der da weiter draußen liegenden Fjord- und Waldnatur auch herüber kommt.

Im neunstöckige Gebäude sind von den 119 Zimmern noch 6 Suiten für die Creme de la Creme vorhanden. Übrigens haben alle Zimmer einen Balkon. Keine Angst wenn es mal frische Tage gibt, dagegen helfen dann die Wolldecken von Röros, dessen Qualität und instant Wärmegefühl sofort erahnen lässt, das sie auch aus Norwegen stammen.

Weil wir schon halb draußen sind, sollte man sich auch mal den Bau von außen anschauen. Kommt man vom Festland über eine Brücke, so sieht man gleich eine runde Wölbung und keine eckigen Häuserkanten. Die ersten beiden Stockwerke sind etwas eingebuchtet und geben den Besuchern und Passanten sicherlich einigen Schutz bei schlechtem Wetter.

Solch ein Klasse Hotel muss eigentlich auch ein gutes Restaurant haben. Das  „Fru K“  ist genauso edel wie das ganze Hotel eingerichtet. Gemütlich wohl. Auch hier durften sich Interieur-Designer mehr oder weniger austoben. Die Küche (und sein Team) sind jung und innovativ ohne allerdings experimentell zu sein. Meeresgetier und saisonale Obstsorten, Kräuter und Gemüse sind im „Fru K“ Trumpf! Der Service – wie im Hotel selbst – ist ungezwungen, halt locker Nordisch.

Im Sommer werden dann auch Snacks und Getränke auf dem Dach serviert. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick und kann schon mal planen, wo man die nächsten Stunden hingehen möchte oder mit einem Boot den Fjord durchkreuzt.

Text: Wolfgang G. Külper

Website: www.thethief.no
Links: Hilding Matratzen | Röros WolldeckenRestaurant Fru k

The Thief Hotel Oslo The Thief Hotel Oslo | Lobby

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The Thief Hotel Oslo | Video

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